Eine Schule zum Wohlfühlen
Feierliche Schulentlassung der neunten Klasse der Mittelschule
Niederviehbach. (cg) Es ist immer sehr feierlich und zugleich familiär, wenn die Mittelschule zur Feier und Zeugnisvergabe für ihre Abschlussschüler der neunten Klasse einlädt. Am Donnerstag war es wieder so weit, zum 14. Mal auch für Schulleiterin Uta Kager, für die es diesmal auch persönlich die Abschlussfeier war, denn nach diesem Schuljahr ist es auch für sie der Abschluss als Schulleiterin in den Ruhestand. Die Leidenschaft für ihren Beruf war ihr auch diesmal anzumerken, fieberte sie doch all die Jahre mit den Schülern mit und war sie all die Jahre stets getrieben davon, den Schülern neben den Inhalten des Lehrplanes auch möglichst viele Informationen und Tipps für das Leben mit auf den Weg zu geben. Nach dem Abschlussgottesdienst den Diakon Wolfgang Brandl hielt, kam man zur Feier und Zeugnisvergabe in der Viehbachhalle zusammen. Deutlich wird dabei auch immer wieder, dass die Schüler den geschützen Raum der Schule verlassen und ein neuer Lebensabschnitt für sie beginnt. Stellvertretender Schulleiter Klaus Schmid begrüßte zur Feier und führte als Moderator charmant durch das Programm der Feier. Unter den Festgästen konnte auch die Bürgermeister des Schulverbandes Heidi Hitzenberger und Simon Hackl, den Konrektor der benachbarten Realschule Stephan Kloss, Karin Schwarz von der VR-Bank, Elternbeiratsvorsitzende Maike Buchwald, das Lehrerkollegium mit Schulsektretärin Konstanze Schmelz, die Mitarbeiter der Ganztagsschule und des Reinigungsteams und natürlich die 23 Absolventen der neunten Klasse und deren Eltern und Angehörige willkommen heissen. Auf italienisch mit "buona sera" begrüßte Schmid in Erinnerung an eine wunderbare Abschlussfahrt mit den Entlassschülern nach Rom. Verschiedene musikalische Darbietungen der Bläserklasse unter der Leitung von Alexander Eder, Film- und Fotoeinblendungen umrahmten die Veranstaltung.
Abschlussrede der Schulleiterin
Wasser war der zentrale Vergleich in der Rede von Rektorin Uta Kager. So verglich sie manche Schüler mit Mäanderförmigen, gebogenen oder geraden Flussläufen, die alle ans Ziel führten. Das Leben sei nicht immer nur der direkte Weg, sondern im Verlauf gäbe es oft auch Änderungen oder Korrekturen. Dazu gäbe es auch so einige passende Redwendungen. In allen Fällen hätten die Abolventen der Mittelschule ein Netzwerk aus Famile und Freunden, die Ihnen dabei zur Seite stehen würden. Kager beglückwünschte die Schüler zum Abschluss, schließlich gäbe es einen Meilenstein zu feiern. Sie ermutigte die Schüler eine eigene Meinung zu haben und sich in der Gesellschaft einzubringen: "Ihr seid die, die unsere Zukunft gestalten. Ihr seid die, die Verantwortung übernehmen müssen, wie das Leben in unserem Land sein wird."
Persönliche Worte der Bürgermeister
Als besonderen Tag und ein zu Ende gehendes Kapitel bezeichnete Loichings Bürgermeisterin Heidi Hitzenberger den Schulabschluss. Ein Zeugnis sei wichtig, sagte die Bürgermeisterin, aber entscheide nicht darüber, welchen Weg im Leben die Schüler gehen werden. Viel entscheidender seien Eigenschaften wie Fleiß, Ausdauer, Neugier und der Wille, nach einem Rückschlag wieder aufzustehen. Vor den Absolventen lägen viele Möglichkeiten und egal welchen Weg die Schüler einschlagen: "Geht ihn mit Mut, mit Freude und bleibt Euch selbst treu", gab Hitzenberger ihnen mit auf den Weg. "Vergesst Eure Heimat nicht", rief ihnen die Bürgermeisterin weiter zu und forderte sie auf, sich in den Vereinen und im Ehrenamt einzubringen und die das Miteinander stark und die Gemeinden lebenswert zu machen.
Für Bürgermeister Simon Hackl, war die Feier auch ganz persönlich etwas Besonderes, begleitete er die Schüler doch in deren siebter Klasse als Klassenleiter und erinnerte dabei an die Klassenfahrt und die Bezwingung des Kaitersberg. Genau wie dieser Aufstieg anstrengend war, man durchgehalten und oben angekommen sei, gab es auch im Schulleben Prüfungen und Herausforderungen und man habe den schulischen Gipfel erreichte und dürfe darauf stolz sein. Mit dem Abschluss halte man einen Schlüssel in Händen, mit dem viele Türen offen stünden. Die wenigsten Lebensläufe würden schnurgerade verlaufen, manchmal entdecke man seine Stärken auch erst unterwegs. Wichtig sei, neugierig zu bleiben, Chancen zu nutzen und den Mut zu haben, auch einmal neue Wege auszuprobieren. Auch Hackl appelierte an die jungen Leute, sich in der Gesellschaft einzubringen.
Herzliche Verabschiedung
Dankbar für die gute Zeit zeigte sich auch Elternbeiratsvorsitzende Maike Buchwald und ging auf den Schulalltag und die Begleitung der Eltern ein, beim Vokabelabfragen, Mitfiebern vor Prüfungen oder dem Ertragen von Pupertätslaunen. Sie dankte Lehrern und Schulleitung auch dafür, dass sie den Schülern gegenüber auch sehr nachsichtig waren. Herzlich war auch der Abschied von Galina Heinz. "Es ist schwer, euch gehen zu lassen", so die Leiterin der offenen Ganztagsschule. Mit Fotos und musikalischem Rückblick verabschiedeten sich die die Kräfte der Nachmittagsbetreuung. Nicht ganz leicht fiel es auch den Schülern, sich von einer Schule zu verabschieden, die auch Werte und Geborgenheit vermittelt. Die Schülersprecher Aaron Schröttinger und Evin Tesheme hielten Rückschau auf die Zeit von der fünften bis zur neunten Klasse mit einigen Fahrten, Ausflügen und Erlebnissen, die zusammenschmiedeten. Dass das Verhältnis zu den Lehrkräften sehr herzlich ist, war dabei zu spüren. Auch die Zeit mit Simon Hackl, der vor einigen Wochen ins Bürgermeisteramt wechselte, war unvergesslich und einzigartig, so die Schülervertreter. Sein Ausspruch: "Genießt Eure verbleibende Schulzeit, so lange ihr noch könnt, bald werdet Ihr mit Eurem Zeugnis in Händen vorne stehen", hatte sich schneller bewahrheitet als gedacht und am Donnerstag war es soweit. Klassenleiterin Evelyn Simon führte die Absolventen durch die achte und neunte Jahrgangsstufe und unterstützte mit Besuchen im Berufsinformationszentrum oder Berufspraktika, bei der Berufesuche und bei Bewerbungen. Nochmal anstrengend sei es in der 9. Klasse geworden. Den Quali zu bestehen und einen Ausbildungsplatz zu bekommen, das seien die zentralen Fragen gewesen. Massenweise gab es Arbeitsblätter zur Prüfungsvorbereitung und ab Mai ging es in die Prüfungen mit den Herausforderungen der "Big Three", also den Fächern Englisch, Deutsch und Mathe. "Als alle nach dem Mathequali aus dem Saal gingen, war die Schulzeit vorbei", resümierten die Schüler. Auch in den letzten Schuljahren hatte man dennoch Zeit für schöne Fahrten und insbesondere die Abschlussfahrt nach Rom. Lehrer und Schulsekretärin seien Personen gewesen, die die Schulzeit auch versüßt hätten. Schulleiterin Uta Kager habe sich um alles gekümmert und es sei nie langweilig gewesen. "Man kann nix sagen über ihren Unterricht!", so der Originalton der Schüler. Klassenlehrerin Evelyn Simon habe an alle gedacht, dass jeder alles schaffe und einen Ausbildungsplatz bekomme. Dabei hätte sie manchmal "etwas chillen sollen", verrieten die Schülersprecher. "Wir danken Euch allen von Herzen für die schöne Zeit an der Schule", so die Schüler dankbar an die Betreuerinnen der Ganztagsschule.
Würdigung der Schüler und Zeugnisverleihung
Als beeindruckende Geschichtenerzählerin gab sich Klassenlehrerin Evelyn Simon, die jeden Schüler charakterisierte und auf die weitere Berufswahl einging. Mit Schulleiterin Uta Kager erfolgte die Vergabe der Abschlusszeugnisse. Mit einem Gutschein für Pizza und Eis wurden die Quali-Besten Lea Fröde und Aaron Schröttinger geehrt. Ebenso die Schülersprecher, für die es Luftmatrazen gab. Sie hatten viele Ideen, die sie im Büro der Schulleiterin präsentierten und hatten eine Reihe von Helfern zur Seite, so Kager. Ein toller Weihnachtsbaum, Wichteln, Ostereisuche oder ein Kinoabend seien dabei herausgekommen. Im Anschluss an die Feier machte man Erinnerungsfotos, ließ Luftballone steigen und feierte den Abend mit einem Abschlussball und gutem Essen.




